Innovation VGF

Neue
U-Bahn-Mittelteile

Die VGF vergrößert in einem innovativen Zwischenschritt ihre U-Bahnflotte...

…von zurzeit 224 auf dann 247 Wagen. „Zwischenschritt“ heißt: Statt schon jetzt eine neue Fahrzeug-Generation anzuschaffen – schließlich läuft noch die Beschaffung neuer Straßenbahnen – hat die VGF mit dem Hersteller Bombardier Transportation (BT) – heute Teil der Alstom Gruppe – Mittelteile für die seit 2008 eingesetzten „U5“-Typen entwickelt.

Diese Mittelteile basieren auf dem bewährten Typ, sind 25 Meter lang, bestehen aus zwei mit einem Gelenk und Faltenbalg verbundenen Teilen, verfügen über drei Drehgestelle – zwei davon mit Motoren angetrieben – und sechs Achsen. Sie bieten 48 Sitz- und 136 Stehplätze. Signifikanter Unterschied zu den eingesetzten „U5“-Basismodellen: sie haben keine Fahrerkabinen. Stattdessen können sie die „U5-50“-Modelle auf 75 bzw. 100 Meter verlängern. Ein 75 Meter langer Zug bietet so 140 Sitz- und 432 Stehplätzte, ein 100 Meter langer Verband 186 Sitz- sowie 580 Stehplätze. Diese Züge sind auf voller Länge begehbar und bieten den Fahrgästen ein völlig neues Raum- und Fahrgefühl.

Größter Vorteil: Die VGF vergrößert mit längeren Zügen Angebot und Kapazität auf einzelnen Linien und einzelnen Kursen signifikant, ohne zusätzliche Züge einzusetzen, die Streckenauslastung zu strapazieren oder bauliche Anpassungen an Stationen oder in Werkstätten vornehmen zu müssen.

BT hat die Technik für die Notfahrerstände – die Mittelwagen müssen zu Rangierzwecken außerhalb des Zugverbands mit eigenem Antrieb beweglich sein – in den Wänden der Kopfseiten integriert und die Fahrzeuge mit neuer Software ausgerüstet. Deswegen werden die neuen Bahnen bis zum Fahrplanwechsel im Dezember auf „Herz und Nieren“ geprüft und kommen dann in den Fahrgasteinsatz. Die VGF beschafft bis Ende 2022 insgesamt 23 „U5-MW“ („MW“ für Mittelwagen). Sie werden zu acht Vier-Wagen-Zügen (Länge: 100 Meter) und sieben Drei-Wagen-Zügen (Länge: 75 Meter) zusammengestellt. Die 15 Verbände werden auf dem Betriebshof Ost stationiert und fahren von dort auf den Linien U4 und U7.

Unabhängig von der Beschaffung der Mittelwagen laufen bei der VGF Voraussetzungen für die Entwicklung der sechsten U-Bahngeneration. Die „U6“-Typen werden dann die aus den Jahren 1994 / 1995 stammenden „U4“-Wagen ablösen, von denen die VGF zurzeit 37 Stück betreibt.